Dieses Bild zeigt eine digitale Karte mit einer grünen Heatmap-Überlagerung, die unterschiedliche Intensitätsstufen darstellt

Unternehmenswachstum

ALDI SÜD wächst in umkämpften Märkten und verfolgt eine datengesteuerte Standortstrategie auf der Basis von Karten

Lagebezogene Analysen zeigen ideale Filialstandorte auf

Lebensmittelhändler können es sich bei ihrer Expansion nicht erlauben, auf das falsche Pferd zu setzen. Eine Filiale an einem schlecht gewählten Standort kann weit davon entfernt sein, die prognostizierten Ergebnisse zu erreichen. In Deutschland lassen langfristige Mietverträge kaum Spielraum für Anpassungen, sobald eine Standortentscheidung gefällt wurde. Jede neue Standortwahl ist eine folgenschwere Entscheidung.

Dieses Umfeld prägt das Wachstum von ALDI SÜD auf seinem Heimatmarkt, wo das Unternehmen bereits über 2.000 Filialen betreibt. Deutsche Kunden und Kundinnen planen ihre Wege gezielt. Viele bevorzugen es, mehrere Besorgungen auf einmal zu erledigen – oft zu Fuß. Filialen, die an stark frequentierten Laufwegen liegen oder sich in der Nähe von Zielen befinden, die sich mit dem Lebensmitteleinkauf ergänzen, sind im Vorteil.

Doch genau hier liegt die eigentliche Herausforderung. In städtischen Gebieten gibt es nur sehr wenig unbebautes Land. Bebauungsvorschriften, Nachhaltigkeitsanforderungen und architektonischen Einschränkungen bringen weitere Einschränkungen mit sich. Eine Expansion in ländliche Gebiete bietet möglicherweise keine ausreichend beständige Nachfrage für eine neue Filiale. Wachstum hängt davon ab, dass Kundenverhalten, Erreichbarkeit und die physische Machbarkeit aufeinander abgestimmt werden. Es gibt nutzbare Räume – allerdings fallen diese nicht immer direkt ins Auge.
 

Die Erreichbarkeitsanalyse von München zeigt die Strecke zu den ALDI-Filialen in wenigen Minuten.


Eine konsequente Standortauswahl bedeutet, Standorte zu wählen, die einfach zu betreiben sind, den Bedürfnissen der Kunden vor Ort entsprechen und die Leistung der bereits in der Nähe befindlichen Filialen nicht beeinträchtigen. Mithilfe von GIS-Technologie (Geographisches Informationssystem) kann ALDI SÜD besser nachvollziehen, wer in der Umgebung wohnt und wie sich die Menschen dort bewegen. Demografische Daten, Verkehrsmuster, Erreichbarkeitsanalysen und Informationen zur Präsenz von Mitbewerben geben Planern ein präzises Bild der Nachbarschaftsdynamik auf der Ebene einzelner Straßen.

"Datengesteuerte Analysen eröffnen uns ständig neue Möglichkeiten, unsere Standorte intelligenter, attraktiver und nachhaltiger zu gestalten", erklärt Kai Benzing, Manager der Abteilung Store Network Analytics bei ALDI SÜD. "Unsere eigens entwickelte KI ist direkt in ArcGIS integriert und liefert sofortige Ergebnisse, die als verlässliche Indikatoren für fundierte Entscheidungen dienen."



Die Kartierung von Transaktions- und Treuedaten lässt beispielsweise Einzugsgebiete um bestehende Filialen erkennen – Erkenntnisse, die in Verbindung mit demografischen Mustern das Umsatzpotenzial für unkonventionelle Standorte vorhersagen.

Porträtfoto von Kai Benzing, Manager der Abteilung Store Network Analytics bei ALDI SÜD
Our custom-developed AI is integrated directly into ArcGIS, producing immediate results that serve as valid indicators for sound decision‑making.
Kai Benzing
ALDI SÜD’s Manager for Store Network Analytics

Die gestalterischen Entscheidungen spiegeln die individuellen Bedürfnisse der jeweiligen Community wider

Nachhaltigkeit spielt bei jeder Entscheidung eine Rolle. Deutsche Verbraucher erwarten, dass sich Filialen der Lebensmittelketten ästhetisch in ihre Stadtviertel oder Wohngebiete einfügen und diese nicht dominieren. ALDI SÜD nutzt GIS, um zu simulieren, wie sich gestalterische Entscheidungen – z. B. die Einrichtung von Ladestationen für Elektrofahrzeuge, die Einbeziehung von Grünflächen oder die sorgfältige Auswahl und Abstimmung der Baumaterialien – auf das Umsatzpotenzial und die Akzeptanz in der Bevölkerung auswirken könnten.

In beengten städtischen Räumen erfordern vielversprechende Standorte oft maßgeschneiderte Grundrisse. Planer passen Grundrisse häufig an unregelmäßige Grundstücke, Bauvorhaben mit Mischnutzung und städtebauliche Einschränkungen wie begrenzte Gebäudehöhen oder gemeinsame Gebäudezugänge an und bewahren dabei stets den für ALDI charakteristischen schlanken Filialbetrieb. ALDI SÜD kann verschiedene Szenarien durchspielen, bevor eine Entscheidung getroffen wird. Zieht der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge mehr Kunden an oder führt er zu Parkplatzproblemen? Karten verdeutlichen mögliche Kompromisse, die sonst nicht erkennbar wären.

"Unsere Filialkonzepte sind stets auf die örtlichen Gegebenheiten und Bedürfnisse zugeschnitten", erläutert Nils Reithmann, Leiter des Bereichs Portfoliomanagement und Kooperationen. "Dank der Esri Technologie erhalten wir frühzeitig Einblicke in Gebiete mit hohem Wachstumspotenzial."

Unabhängig davon, ob Lebensmittelhändler in eine Marktlandschaft mit intensivem Wettbewerb oder zahlreichen Einschränkungen expandieren, verschafft die Kartierung den Einzelhändlern einen Vorteil: Sie können sich schneller dort etablieren, wo die Standortvoraussetzungen ideal sind.

Das oberste Drittel eines Globus

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